Die WohnWerk Alpenerstraße eG baut in Köln-Ehrenfeld ein inklusives und genossenschaftlich organisiertes Wohnprojekt mit barrierefreiem und bezahlbarem Wohnraum, gemeinschaftlichen Flächen und nachhaltiger Architektur. Vielfalt wird hier selbstverständlich gemeinsam gelebt werden.
„Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Gemeinschaft aktiv gelebt wird und Menschen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum finden“, heißt es aus der Genossenschaft WohnWerk Alpenerstraße eG. „Inklusion bedeutet für uns gleichberechtigte Teilhabe und gegenseitige Unterstützung im Alltag.“
Inklusives Leuchtturmprojekt setzt auf genossenschaftliches Wohnen in Köln-Ehrenfeld
Im WohnWerk finden etwa 130 Menschen ab 2028/2029 ein neues Zuhause: Dafür entstehen unterschiedliche Wohnformen für Familien, Singles und Paare – mit und ohne Beeinträchtigung. Etwa 60 Personen sind Studierende. 16 Wohnplätze für Studierende werden im sozial geförderten Wohnbereich in sogenannte Cluster-Wohnungen integriert: Hier leben Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Studierenden in Wohngemeinschaften. Die Studierenden übernehmen unterstützende Alltagsaufgaben und wohnen im Gegenzug mietreduziert. Basierend auf dem Konzept „Wohnen gegen Mithilfe“. Das WohnWerk Cologne ist das erste inklusive Wohnprojekt dieser Art und Größe in Köln: Damit setzt es neue Maßstäbe in Kölns Wohnungsmarkt.
Ein wichtiger Partner des WohnWerks ist das Kölner Studierendenwerk. Das KSTW ist Mitglied der Genossenschaft. Diese hat zurzeit etwa 50 Mitglieder. Die WohnWerk Alpenerstraße eG organisiert sich gemeinschaftlich für das Wohnprojekt. Das ist möglich durch viel ehrenamtliches Engagement. Unterstützt wird das Projekt von Fachpartnern aus den Bereichen Architektur, Moderation und Projektsteuerung.
Neben dem inklusiven und sozialen Ansatz legt das WohnWerk großen Wert auf nachhaltige Bauweise. Vorgesehen sind eine energieeffiziente Architektur, das Bauen mit möglichst nachhaltigen Materialien sowie naturnahe Freiflächen mit Dach- und Fassadenbegrünung.
Geschichte des WohnWerks
2020 wurde der Verein WohnWerk Cologne e.V. von 19 Familien gegründet. Sie teilten den Wunsch, ihren Kindern mit Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen: Dazu gehört auch inklusives Wohnen und Arbeiten.
2023 schrieb die Stadt Köln im Rahmen eines Konzeptverfahrens ein Erbbaurecht für die ehemalige Artilleriehalle in der Alpenerstraße in Köln-Ehrenfeld aus. Nähe Alpener Platz. Die Artilleriehalle wurde 1879 von den Preußen erbaut. Sie ist die einzige in Köln erhaltene preußische Halle von einmal 20 dieser Art.
Der Verein WohnWerk bewarb sich im Rahmen des Konzeptverfahrens. 2024 bekam der Verein den Zuschlag. Im nächsten Schritt wurde die Genossenschaft WohnWerk Alpenerstraße eG gegründet. Seit 2025 ist sie im Genossenschaftsregister eingetragen.
Im Juni 2025 war die offizielle Schlüsselübergabe. Im Juli folgte die erste Generalversammlung. Seitdem gibt es einen engen Austausch mit der Stadt Köln sowie mit verschiedenen Ministerien auf Landesebene. Das WohnWerk freut sich, dass der Rat der Stadt Köln im März 2026 einen Beschluss zum sogenannten Bau-Turbo gefasst hat. Er ermöglicht, dass Bauanträge schneller genehmigt werden.
Stand: Juni 2026
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Generalversammlung am 2.11.2025. Das KSTW wird Mitglied der Genossenschaft
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